Dana Heidrich

Bloggerin, Autorin & Trauercoach

Über Dana Heidrich

Wenn es etwas gibt, was Dana ständig begleitet, ist es der Tod, verbunden mit Abschied und Trauer. Sie verlor 12 Jahre nach einem massiven Hirnschlag ihre Mama. 2019 folgte nach vermeintlich besiegter Krebserkrankung der Tod ihres Mannes, welcher zugleich Geschäftspartner und bester Freund war. Gemeinsam hatten sie über Jahre ein florierendes Cateringunternehmen aufgebaut und waren es gewohnt, Dinge selbst anzupacken. In der Tat haben die beiden es mit einer Ernährungsumstellung
sogar geschafft, dass Steffen zur Überraschung der Ärzte zwei
Monate krebsfrei war.

2018 – kurz nach Bekanntgabe von Steffens Krebserkrankung – startete Dana auf ihrer Homepage den Blog “Selbstständig mit Krebs”. Da beide fest daran glaubten, diesen zu besiegen, wurde daraus schnell “Selbsthilfe bei Krebs”. Als Steffen verstarb, wandelte sich die Homepage nach einer Zeit des Schocks in den Danachblog. Seit kurzem bietet Dana ihr Wissen als Trauercoach an.

Mit spitzer Zunge und sehr schwarzem Humor beschreibt Dana ihren schmerzhaften Trauerprozess. Sie behält selbst im größten Schmerz den Humor und unterstützt damit andere Trauernde.

Zusatzfragen zum Buch

Ich habe Dana zusätzlich zu den Fragen im Buch noch folgende Dinge gefragt:

Hast du Angst vor dem Tod und wie stellst du ihn dir vor – eher männlich oder weiblich?

Vor dem eigentlichen Sterben habe ich neuerdings keine Angst mehr. Ich hatte beim Sterben immer Angst davor, nicht mehr mit Steffen zusammen sein zu können. Das hat sich nun durch Steffens Tod erledigt.

Also habe ich lediglich Angst davor, noch nicht alles erledigt zu haben. Hauptsächlich was mit meinem Nachlass passiert – Stichwort Testament und Wohnung. Ich will nicht, dass jemand mit meinem Kram nach meinem Tod noch Stress hat.

Auch die durch die eigenen schlimmen Taten begründete Angst vor dem Sterben habe ich nicht, da ich jeden Tag versuche, verantwortungsvoll mit meinen Dämonen und Taten umzugehen. Wenn man nach der buddhistischen Betrachtung bedenkt, dass die eigentliche Hölle lediglich die Gegenüberstellung mit den begangenen Taten und deren Tragweite ist, ist ein reflektierter Umgang mit seinen Taten und Äußerungen und auch die Fähigkeit, sich selbst zu vergeben, ein aktiver Beitrag, keine Angst vor dem Tod zu haben.

Für mich ist der Tod auch keine Person. Es ist ein Übergang von einer Welt in die nächste. Ich schlafe hier ein, alles wird bunt und dann bin ich dort. Wie eine Geburt, nur eben das nächste Level. Man kann sich auch nicht an die eigene Zeit im Mutterleib erinnern, es ist aber dennoch geschehen.

Gab es schon einmal in deinem Leben eine Situation, in der du dem Tod näher warst als dem Leben? Wie hat dich das verändert?

Nicht direkt, aber vor meiner Schilddrüsen-OP 2013 setze ich mich mit dem Gedanken auseinander, dass ich nach meiner OP nicht mehr aufwachen würde. Ich hatte eine regelrechte Scheißangst davor, dass ich sterben könnte… Das ließ mich die Tage vorher noch einmal viel intensiver genießen. Auf diese Weise hielt der Gedanke: «das ist dein letzter Tag hier auf Erden, was würdest du tun» Einzug in mein Leben und ich versuche ihn mir so oft wie möglich ins Bewusstsein zu rufen.

Auch eine simple Röntgenaufnahme von meinem Herzen ließ mich vor Demut bitterlich weinen: mein Herz ist so klein, aber dennoch hält es diesen ganzen Körper am Leben.

Glaubst du an eine Art Leben nach dem Tod?

Ich glaube, dass es immer weiter geht. Das nichts wirklich verschwindet. Steffen ist für immer mit mir verbunden und wird dort auf der anderen Seite auf mich warten. Er ist nur schon vorausgegangen.

Eine Variante der besten Version unseres hiesigen Lebens wird dort das Jenseits für die Abdrücke unseres Daseins hier sein, während die Seele weiterzieht um wiedergeboren zu werden, um Neues zu erlernen.

Wobei fühlst du dich besonders lebendig?

Wenn ich kreativ sein kann. Der Moment, indem man etwas erschafft, etwas schreibt, zeichnet oder sogar eine Firma gründet. Dieser Moment ist so elektrisierend und süchtig machend.

Gutes Essen, entweder selbst gekochtes Essen oder Neuentdeckungen. Ein mit Liebe gekochtes Essen. Gutes Essen ist manifestiertes Glück.

Und jedes Mal, wenn ich allein reise und die Schönheit der Welt immer wieder aufs Neue für mich entdecke, fühle ich mich so lebendig. Ich denke, dafür sind wir hier: um zu lernen und zu lieben.

Möchtest du mehr über Dana erfahren?

Dana weiss nach Verlust von Mutter und Ehemann nur zu gut, wie Trauer wirbelt. Sie kennt ihre Gefährten bestens und beschreibt ihre Erfahrungen über das Leben nach Krebs, Trauer und die Zukunft auf ihrem Blog. 

Wichtiger Teil ihres Alltags ist die Lust, besonders die auf gutes Essen und spannende Reisen. Durch ihre Cateringvergangenheit und Krebsbegegnung ist es für sie naheliegend zusätzlich leckere Rezepte mit Spezialeffekten zu teilen.

Rezepte bei Krebs

Nach der Erstdiagnose Krebs sitzt man da, als hätte man ein Brett vor den Kopf bekommen. Wie geht es jetzt weiter? Werde ich sterben? Habe ich eine Chance? Wovon sollen wir leben? Das letzte, woran man denkt, ist dann eine gesunde Ernährung. Dana hat ein Kochbuch mit Rezepten, die ideal auf die Ernährung bei Krebs und Chemotherapie abgestimmt ist, geschrieben. Einfach nachzukochen, als Mealprep und auf die Bedürfnisse während der Chemotherapie abgestimmt – sanft, schonend, hochkalorisch, kräftigend“

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