Richard Hattink

Bestattungsunternehmer & Trauerpädagoge

 Über Richard Hattink

Richard ist Bestattungsunternehmer, Trauer-pädagoge und internationaler Redner zum Thema Kinder und Trauer. Um eine Lehrbefähigung zu erhalten, studierte er und arbeitete damals als Student im Nebenjob in der Bestattungsbranche. Eine wunderbare Arbeit, wie er findet. Als nach seinem Abschluss keine Stelle in der Ausbildung zu finden war, wurde ihm angeboten, weiterhin in der Bestattungsbranche zu arbeiten. Seine letzte Beerdigung war die Beerdigung des eigenen Arbeitgebers.

Danach kündigte er als Bestattungs-unternehmer und wurde im
Bildungswesen tätig. Zuerst in der Sonderschulbildung, dann in der Sekundarsonderschulbildung. Abends wurde der Master-Studiengang in Pädagogik verfolgt und die Abschlussarbeit darüber verfasst, wie man mit Kindern umgeht, die einen Elternteil verlieren.

Mit dem Master in der Tasche wurde Richard Professor an der Fachhochschule und unterrichtete dort die Fächer  «Verlustwissenschaften und Psychopathologie» sowie das Nebenfach «Professioneller Umgang mit Trauer- und Verlustsituationen».

Darüber hinaus entwickelte er mit seiner Firma Rouw& – auf Deutsch Trauer – Bestattungsspielzeug und hielt im In- und Ausland Vorträge und Schulungen im Bereich der Trauerarbeit bei Kindern.

Gelegentlich erscheint er auch in den internationalen Medien; von EenVandaag (NL) bis Bejing News of China, von Al-
Jazeera bis CNN.

15 Jahre nach seiner «letzten» Beerdigung kam er zu dem Schluss, dass er den Bestattungsberuf enorm vermisst. So begann Richard, seine Fachkenntnisse in der Bestattungspflege BijDeHand einzusetzen; eine Bestattungsdienstleis-
tung, die auf die Betreuung junger Familien spezialisiert ist.

Zusatzfragen zum Buch

Ich habe Richard zusätzlich zu den Fragen im Buch noch folgende Dinge gefragt:

Hast du Angst vor dem Tod und wie stellst du ihn dir vor – eher männlich oder weiblich?

Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich habe allerdings Respekt davor. So stelle ich mir den Tod auch weiblich vor; eine fürsorgliche Dame, die wohlüberlegte Entscheidungen trifft, wen sie zu sich nimmt.

Gab es schon einmal in deinem Leben eine Situation, in der du dem Tod näher warst als dem Leben? Wie hat dich das verändert?

Ich hatte eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, für die ich mehrere Tage auf die Intensivstation musste. Ich bekam einen Cocktail aus fünf verschiedenen Medikamenten, die alle die Nebenwirkung hatten, das Atmen zu erschweren. Im Prozess der Genesung habe ich viel über den Sinn meines Lebens nachgedacht und darüber, wie ich den Dingen, die mich aufregen, einen Sinn geben kann.

Glaubst du an eine Art Leben nach dem Tod?

Ich glaube schon, dass es eine Art Leben nach dem Tod gibt, ja. Ich glaube, dass die Seele nach dem Tod aus dem Körper in eine andere Dimension reist, wo das gelebte Leben auf Höhen und Tiefen hin überprüft wird, woraufhin die Seele eine neue Herausforderung erhält, um sie in einem anderen Körper anzunehmen.

Wobei fühlst du dich besonders lebendig?

Wenn ich schöne Dinge für überlebende Angehörige tun kann, wenn ich einen Vortrag halte, bei dem ich wirklich eine Verbindung zum Publikum herstelle, wenn ich ein gutes Buch lese, oder wenn ich mit meinem Verlobten auf einer der Watteninseln ein Wochenende in der Sonne bin.

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