spirituelles Testament
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Dein spirituelles Testament

«Im Grunde glaubt niemand an seinen eigenen Tod».

 

 

Diese starken Worte, welche Sigmund Freud vor über hundert Jahren zu Papier brachte, behalten bis heute ihre Gültigkeit. Ist dieser Gedanke doch unvorstellbar und übersteigt alles, was wir uns vorstellen können.

Du kannst Dich zwar gedanklich mit dem eigenen Ende beschäftigen, ganz tief in Dir hältst Du Dich aber dennoch für unsterblich. Solange Du dein Leben so gestaltest, wie es Dein Herz wünscht, ist diese Ausgangslage glücklicherweise aber weder beunruhigend noch weiter schlimm.

 

Doch viele Menschen flüchten sich in die Tatsache, dass der Tod uns alle betrifft. Dieser Angst vor dem eigenen Tod habe ich in die Augen geschaut. Sogar intensiven Blickkontakt gewagt, nachdem ich selbst eine nahestehende Person bei ihrem Sterbeprozess begleitet habe. Diese Zeit nenne ich das grösste und wahrhaftigste Geschenk meines Lebens. Es hat für mich alles verändert und bewegt mich so nachhaltig, dass ich mir wünsche, dass Du und viele weitere Menschen ebenfalls den Mut haben, sich so reich beschenken zu lassen.

 

Lange war für mich die Vorstellung, mich mit diesen Loslass- und Sterbe-Prozessen auseinander zu setzen, äusserst anstrengend. Will ich doch auf der Erde noch so viel erleben, verändern und geniessen! Da kann Verdrängung eine logische Schlussfolgerung sein. Als meine Mutter starb, war der Schmerz irgendwann grösser als die Angst vor meinen Erkenntnissen. Nachts konnte ich nicht mehr schlafen und tagsüber nicht mehr klar denken, weil diese übermächtige Frage von mir Besitz ergriff:

 

«Was, wenn ich am Ende meiner Tage mein Leben nicht genutzt habe?»

 

Auslöser, mich mit dieser Frage intensiver auseinanderzusetzen, war die Angst davor meine Mutter zu vergessen sowie die Befürchtung, dass sie vielleicht öfters ein fremdes Leben führte, anstatt ihre eigenen Wünsche und Träume zu leben. Diese Vorstellung war für mich von grosser Tragweite und so begab ich mich auf die Suche nach Antworten.

Seither halte ich meine Gedanken schriftlich fest, was mein Leben komplett verändert hat und mir ermöglicht, aktiven Einfluss auf mein Denken, Handeln und Fühlen zu nehmen.

 

Lese-Tipp

Das Buch von *Bronnie Ware «5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen», löste in mir sehr viel aus.

(*Dieser Link ist ein Amazon-Affiliatelink. Das bedeutet, dass Du meine Arbeit mit einem kleinen Beitrag unterstützt, wenn Du darüber bestellst. Näheres erfährst Du unter meinen Datenschutzbestimmungen.)

 

Nach der Lektüre war mir glasklar, dass ich die beschriebenen Punkte durchaus eines Tages bereuen könnte, wenn ich nichts in meinem Leben veränderte:

 

  • Zu wenig Mut für mein eigenes Leben gespürt
  • Zu viel gearbeitet
  • Meine Gefühle für mich behalten
  • Keinen Kontakt zu Freunden gepflegt
  • Das Gefühl von Glück verweigert

 

So machte ich mich auf und begab mich auf den Weg, herauszufinden wer ich sein will.
Du kennst das wahrscheinlich: Getroffene Entscheidungen sind die Ergebnisse der Vergangenheit. Die Worte, welche Dir als wahr beigebracht wurden, hast Du vielleicht bis heute nie hinterfragt. Andere Realitäten, als die Dir bekannten, hatten in Deinen Gedanken keinen Raum.

 

Doch ist das wirklich die einzige Wahrheit auf dieser Welt?

Inzwischen glaube ich, dass wir durch bewusste Handlungen viel mehr Einfluss auf unser Leben haben, als wir annehmen. Nach den Erfahrungen aus dem Buch zu leben hat beispielsweise mein ganzes Leben verändert. Freundschaften, welche bis zum Teilen dieses Buchtipps sehr oberflächlich waren, besitzen plötzlich eine Tiefe, welche unglaublich erscheint. Herzen berühren sich und das Leben ist einfach da. Pur und liebevoll, gewisse Tage heller, andere dunkler. Jedoch habe ich die Sicht darauf inzwischen zumeist selbst in der Hand oder darf auf die Unterstützung von Freunden zurückgreifen. Durch Annahme und Loslassen setze ich mich aktiv mit meinen Gefühlen auseinander und darf täglich Neues über das Wunder des Lebens lernen.

 

spirituelles Testament

 


Hier findest Du mein Arbeitsblatt mit 10 Fragen
für Dein „Spirituelles Testament“

 

Zusätzlich habe ich mich mit den Geschichten vieler Menschen beschäftigt. Teilweise den Kontakt gesucht und mich intensiv mit ihnen ausgetauscht, um herauszufinden, wie denn so ein «anderes» Leben überhaupt möglich sein kann.

 

Danach habe ich lange Zeit – teilweise heute noch – kaum an die Möglichkeit für mein eigenes Leben geglaubt. Dieses beweist mir jedoch durch seine tägliche Magie konsequent etwas anderes. Besonders hilfreich, um dranzubleiben und mich nicht von meinen Gedanken ins Bockshorn jagen zu lassen, eignen sich als Anker meine Antworten darauf, was ich spirituell hinterlassen möchte. Dadurch behalte ich meine Werte stets bewusst im Blickfeld und ermögliche mir diese Existenz nach und nach selbst.

 

Gut halte ich diese magischen Erlebnisse ebenfalls fest, sonst könnte ich sie kaum glauben oder würde sogar meine eigenen Entwicklungsschritte vergessen.

 

Also ran an Stift und Papier. Los geht’s mit der Gestaltung Deines Lebens.

Alles Liebe.
Sabrina

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