Hilfe bei Trauer
die Trauer

Wie kann ich einem trauernden Menschen helfen?

Vor Kurzem begegnete mir in den sozialen Medien die Frage, welche Reaktion beim Todesfall der Tochter eines Freundes angemessen ist?

Es berührt mich immer sehr, wenn Menschen sich ihren Ängsten stellen. Denn sind wir mal ehrlich, der Tod löst bei uns doch oft Schockstarre aus. Kombiniert mit der Befürchtung beziehungsweise dem tiefen Wissen um das Fehlen von richtig oder falsch.
Wenn jemand in Deinem Umfeld einen solch tiefen Schmerz erfährt, schüttelt es Dich durch. Du weisst, dass es für das Gegenüber keine richtigen Worte oder Handlungen geben kann. Der Mensch möchte jedoch aktiv etwas tun, beeinflussen, helfen, Probleme lösen. Diese Diskrepanz zu verstehen und akzeptieren ist die grosse Aufgabe.

Aber Deine ganz persönliche, nicht die des Trauernden.

Der Schmerz nimmt Trauernde gänzlich ein und sie kämpfen mit dem Wunsch, darin untergehen zu können. Gerade in Fällen, welche der Fragende hier erlebt. Ein Kind zu verlieren ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann. Dieser Schmerz bleibt. Für immer. Das Leben steht Kopf. Du siehst also, Worte zu finden ist fast unmöglich. Doch was du machen kannst und immer in Deiner Hand hast, ist dich deinen eigenen Gefühlen zu stellen, welche sich nun bei Dir zeigen wollen. Für Dich selbst Klarheit zu finden. Damit hilfst Du. Ansonsten kannst Du einfach da sein und den Schmerz deines Freundes aushalten.

Es gibt in Worten für ihn keine Hilfe. Seine ganze Welt steht Kopf und nichts wird je wieder wie es einmal war. 

Es braucht in diesen Momenten gar keine Aktivitäten, Du darfst einfach an seiner Seite sein und zeigen, dass Du seinen Schmerz trotz fehlender Worte mit aushältst.

 

 

Trauer bewältigen ohne zusätzliche Schmerzen durch Sprachlosigkeit

Bei mir und vielen die ich kenne, waren nämlich nie die fehlenden Worte der größte zusätzliche Schmerz. Sondern die Ausgrenzung, welche wir plötzlich erlebten. Durch Menschen, welche sich ihrer Gefühlswelt nicht stellen wollten oder konnten. Diese Situationen bewegt bei Trauernden besonders viel.

 

Die Stille und den Schmerz mitzutragen ist so viel mehr wert, als Worte es je sein können.

 

Greife also auf keine Floskeln zurück, sondern teile einfach Deine Gefühle. Der Grat ist schmal, also spüre hier ganz gut in Dich rein, sodass du damit bei deinem Gegenüber bleibst. Bei mir löst ein Todesfall in der näheren Umgebung immer direkte Gefühle aus, welche sich eigentlich auf mein eigenes Leben beziehen. Manchmal fühle ich Schuld, Scham, Unverständnis, Verzweiflung oder aber Wut. Es stehen also eine ganze Bandbreite an Themen zur Auswahl, welchen ich mich in meinem eigenen Tempo widmen darf. Wenn ich mit meinen Gefühlen in solch grosser Aufruhr bin, kann ich kaum mit vollem klarem Herzen für andere Menschen da sein. Darum ist es so wichtig, immer zuerst bei mir selbst für etwas Klarheit zu sorgen, bevor ich meine Unsicherheit jemand anderem überstülpe.

 

Kleine Gesten der Fürsorge ändern den Umgang mit Trauer

Vor Kurzem habe ich einen guten Freund verabschiedet. Er wurde knapp 60 Jahre alt, bis der Krebs ihn von dieser Welt begleitete. Zurück bleiben eine liebende Partnerin, Bruder, Stiefsöhne und eine grosse Anzahl trauernder Freunde. Alle haben sie jemanden Besonderen verloren. Was das Schönste an dieser Abschiedsfeier war? Wir sind alle näher zusammengerückt, sogar unter vorher unbekannten Menschen war diese einmalige Verbindung zu spüren, welche der verstorbene Mensch uns ermöglichte. Wir wurden mit seiner Liebe durch diese traurigen Momente des Abschieds getragen, haben uns mit Kerzen neue Wärmequellen gesucht sowie durch unsere Herzen gegenseitig gewärmt und verbunden.

Glüchlicherweise haben wir Menschen den grossen Drang unserem Umfeld helfen zu wollen. Dieses wahrhaftige Bedürfnis nach Unterstützung zeichnet uns aus. Doch was tun, wenn es nichts gibt, was hilft? Was ich persönlich zu jeder Abschiedsfeier mitnehme und grosszügig verteile, sind die *SOS Bachblütenbonbons. (Naja über den Schnaps im Herzfläschchen darf ich hier einfach nicht schreiben…)

 

 

Vor über zehn Jahren habe ich die Bachblütenausbildung für Mensch und Tier absolviert, was mich mit vertieftem Wissen unterstützt. Für akute Krisensituationen sind die SOS Produkte aber einfach grossartig und ich war selbst schon so oft dankbar darum. Erst vor Kurzem erreichte mich nach einer Trauerfeier ein Dankeschön für die Bonbons. Weder habe ich damit gerechnet, dass sie in all der Trauer wahrgenommen wurden noch je ein Dankeschön dafür erwartet.

 

Ja selbst ich, die sich immer wieder mit dem Tod konfrontiert, bin nur ein ganz normaler Mensch und unendlich traurig sowie im ersten Moment überfordert, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Im zweiten Impuls versuche ich dann stets auf mein Herz zu hören und die trauernden Menschen so zu behandeln, wie ich es mir selbst wünschen würde. Umso mehr freut es mich, Dir und anderen Trauernden mit diesem kleinen Erfahrungswert eine kleine Hilfe an die Hand zu geben, welche sich wirklich bewähren kann.

*Du kommst via Link auf die Produktebeschreibung. Diese Empfehlung ist weder beauftragte noch bezahlte Werbung. Die Produkte nutze ich persönlich schon seit langer Zeit und vertraue ihnen. Darum möchte ich sie Dir nicht vorenthalten.

 

Für die schweren Momente des Lebens wünsche ich Dir viel Kraft sowie die nötigen ruhigen Momente an Reflektion. Mich berührt besonders, was mir die liebe Herzenspartnerin des kürzlich verstorbenen Freundes diese Woche so wunderbar mitteilte:

Der Sinn des Lebens ist die Liebe. 

Die Form, wie wir sie leben, verändert sich zwar immer wieder. Doch wird sie niemals enden, davon bin ich überzeugt.

Alles Liebe.
Sabrina

 

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